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Airmodel AM-362 Focke Wulf Fw 19 a

Maßstab 1/72

  gebaut und berichtet von Matthias Simon / Airmodel  (GER)  
  Als Wiederauflage wird die Focke Wulf Fw 19 a "ENTE" und zusätzlich ein Detailsatz aus Resin angeboten  
     
   
Das Original:

Obgleich Flugzeug nur zwei Flugzeuge dieses Typs gebaut wurden, stellte die Focke Wulf F 19 " Ente " einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte von Focke Wulf dar. Noch vor dem 1. Weltkrieg, hatte Wilhelm Focke an dem Design eines "Entenflugzeuges" gearbeitet. 1925 nahm er diese Idee wieder auf und reichte ein diesbezügliches Angebot beim DVL ein. 
Die F 19 war ein Schulterflügeleindecker mit einem herkömmlichen Heckleitwerk ohne Höhenruder, diese wurde am Rumpfbug auf einer hohen Holm befestigt. Nach ausführlichen Windtunneltests in  Göppingen, wurde mit der Konstruktion des Prototyps F 19 in den Bremer Focke Wulf Werken begonnen. Am 2.September 1927 führte Ober Ing Georg Wulf den Erstflug durch. Vierzehn weiter erfolgreiche Flüge folgten, bis am 29.September, während eines Tests zum einmotorigen Flug die Maschine plötzlich abschmierte und in den Boden stürzte, wobei Georg Wulf den Tod fand. Nachdem man herausfand, daß dieser Absturz nicht durch das revolutionäre Design verursacht wurde, setzte Focke Wulf die Entwicklung des Entenflugzeuges fort und entwickelte die verbesserte F 19a.
Die F 19 a (eingetragene Registriernummer D-1960) hatte gegen Ende 1930 ihren Erstflug. Erfolgreiche Testflüge führten dann zum ersten Entenflügel Flugzeug der Geschichte mit Passagier- Lizenz. Demonstrationsflüge wurden  in Deutschland, Dänemark, Großbritannien , Holland und in Belgien durchgeführt. Trotz diverser Rekorde, folgten keine weiteren Bauaufträge und das einzige Muster wurde nur noch zu Testzwecken bei der DVL in Berlin - Adlersdorf bis 1939 genutzt. 

Daten:
Typ: Schulterdecker Passagier  "Entenflugzeug" 
Triebwerk: 2 x 110 Siemens Sh 14 Radial-Motoren
Geschwindigkeit: 142 km/h (88 MPH)
Reichweite: 3000 m (9842 ft)

   
Hier können Sie den Bausatz bestellen
   
Das Modell:
Der Bausatz mit den Vakuum geformten Teilen. Der Vorflügel ist nicht ganz korrekt. Airmodel bietet einen kopmletten Vorflügel im update-satz AM-362-R als  Resinteil an.
Falls der Bausatz ohne Resin Teilen bestellt wurde, muß der Vorflügel jedoch noch korrigiert werden
 
Bauphase 1:
Die ausgeschnittenen Flügel wurden wie gewohnt an der Unterseite geschliffen, damit sie Ihre Sollstärke erreichen. Hier habe ich einen Hauptholm aus Plastikresten eingeklebt um eine bessere Form und Stabilität der Flügel zu erreichen. Dieser Holm hilft auch bei der späteren Formgebenden Biegung der unteren Flügelhälfte.
Die Imitation einer Stoffbespannung wird durch ein konvexes verschleifen zwischen den angedeuteten Spanten erreicht! Es bleibt aber jedem selbst überlassen, ob er sich diese Arbeit machen möchte.
Die Unterseite des verklebten Flügels wurde dem gezeigten Querschnitt entsprechend gebogen
Der Vorflügel muß korrigiert werden, falls nicht das Resin-update erworben wurde. Hier wurde der original Bausatz Flügel auf eine Plastikkarte übertragen, ausgeschnitten und dann neu profiliert.

Nach dem Vorbereiten der Rumpfhälften wurde das dem Bausatz beiliegende klare Plastik von innen in der Rumpfhälften eingepasst.
TIPP: Einfach von innen vor das ausgeschnittene Fenster halten, mit einer Nadel anritzen und mit einer feinen Schere ausschneiden. Mit der Feile werden solange die Kanten bearbeitet, bis das Klarsichtteil in das Fenster passt und dann eingeklebt.

 
Bauphase 2:
Die nachfolgenden Bilder der Bauphase 2 zeigen alle Arbeiten an Kleinteilen. Wie schon erwähnt sind diese dem Resin-update AM-362-R schon beigefügt.
Wenn keine Drehmaschine vorhanden, kann man den Motorblock so drehen.

Hier sind die neuen Resin Teile (Artikelnummer AM-362-R) der Zylinderblöcke zu sehen!

Das Höhenruder während der Montage. Auf jeder Seite werden außen die Scharniere mit den Betätigungshebeln und Anschlägen befestigt. In der Mitte fehlt der Anschlag.

Die Inneneinrichtung ist fertig! (Artikelnummer AM-362-R)

Die Ansicht des bemalten Instrumentenbretts und der restlichen Innenausstattung. Der Pilotensitz fehlt noch.

 
Bauphase 3:
Der Rumpf ist montierrt, die Motorengondeln am Flügel befestigt. Durch die Rumpfschotts in der Passagierkabine erhält die Konstruktion ausreichend Stabilität. 
Mit der hier beschriebenen Methode des Vaku-modellbaus hält sich der Aufwand beim verspachteln, selbst bei schlechteren Modellen, in Grenzen! Durch das Verschleifen der Oberseiten aller Teile, entstehen, verbunden mit einer vorsichtigen Anpassung nur wenige bis keine Spalten. Als weitere Hilfen können auch alle anderen Bauberichte von Airmodel herangezogen werden.
Zum Prüfen der Füge-nähte und Oberfläche, wurde eine dünne Schicht Grundierung aufgetragen!
Die horizontale Verstrebung des Fahrwerks wurde mittels Profilstäben hergestellt. Die Motorgondeln sind schon Silber lackiert. Wenn auch das letzte Teil angefügt ist, kann das Flugzeug mit RLM 63 lackiert werden (die Farbe wird mit silbergrau angegeben... es blieb nur die Wahl zwischen RLM 02 und RLM 63 zu entscheiden, wobei letztere die wahrscheinlichste Farbgebung ist.)
 
 
Das fertige Modell:
Fertig lackiert, mit allen Kleinteilen bestückt und neu beschriftet, präsentiert sich ein außergewöhnliches Flugzeug. Die Registrierungsnummern stammen aus einem Decalsatz der Firma TL-Decals. Die kleineren Schriftzüge "Focke Wulf" sind wie beim Original mit der Hand beschriftet worden. (Edding 0,05 mm breit) 
     
Airmodel Focke Wulf F 19 a auf einem Klein-Diorama:
     
 
Hier steht die Focke Wulf F 19 a auf Ihrem Display. Die Bodenplatte ist ein Produkt von Airmodel AM-9001 passend wäre auch Flugfeld Bodenplatte Beton AM-9009/9012. Die Figuren sind von Preiser. Die Einstiegsleiter wurde "scratch" aus dünnen Gußästen gebaut.

 

first published: 04.06.2005  updated: 22.11.2010