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AM-169    Airmodel Heinkel He 119 V-5         built by Bernhard Wemzel  (GER)   SCALE 1/72
     conversion based on Airmodels Vacu kit to the float-plane prototype V-5.

 

Herrn Bernhard Wenzels Airmodel AM-298 kit der Blohm & Voss Bv-238 konnte man hier schon in den "Galerien" bewundern. Was hier nun vor einiger Zeit Seine Werkstatt verlassen hat, ist wirklich ausgezeichnet gelungen.

Das Original

Die Heinkel 119 war ursprünglich als Schnellbomber geplant, der fünfte und mit Schwimmern ausgestattete Typ sollte jedoch genutzt werden, um Rekorde für Seeflugzeuge für sich zu entscheiden. Er wurde mit einem Rumpf ausgerüstet, der dem des Rekordflugzeuges He 119 V4 entsprach. Nach der Bruchlandung der V-4 wurden keine Rekordversuche mit der V5 mehr durchgeführt, obwohl sie über gute Flugeigenschaften verfügte und höhere Geschwindigkeiten erreichte als die anderen damaligen Seeflugzeuge. Stattdessen erhielt sie Waffenstandsattrappen und wurde zur Erprobung zur Seefliegerschule nach Travemünde überführt. Bei einer Notlandung wurde das Schwimmerwerk stark beschädigt und die Maschine zu Heinkel zurückgegeben, wo sie später verschrottet wurde.

Vielen Dank für die Bilder. 

 We already could see Mr Bernhard Wencels Airmodel AM-298 Blohm & Voss Bv-238 in the "galleries" section. What now has left his workshop became realy nice.


The original

The Heinkel 119 was originally planned as a quick bomber, the fifth prototype equipped with floats  should be used to set records for Seaplanes. It´s fuselage was the one based on the V-4 version. After the crash landing of the original V-4 no record attempt had been made with the V-5, although it had a good flight characteristic and had reached speeds higher than earlier Seaplanes. The V_5 had been fotted with weappon-dummies for testing at seaplane flightschool at Travemünde. While a forced landing, the swimmers had been seriously damaged and the plane was transvered back to Heinkel, where it later was scrapped.
 

Thank you for the pictures


 
Hier kannst Du denn Bausatz bestellen:
Here you are able to order this  kit:

 

 

Das Modell:   The Kit:
 

Die Bauanleitung der He 119 von Airmodel enthält eine maßstabsgerechte Zeichnung der Schwimmerversion der He 119. Angeregt durch diese Skizze und ein eindrucksvolles Bild in einem Buch von Heinz Nowarra, „Die deutsche Luftrüstung 1933 bis 1945“, reifte langsam der Gedanke heran, ein Modell dieses einmaligen Flugzeuges zu bauen. Einziger Hinderungsgrund waren die fehlenden Schwimmer. Als ich dann die Gelegenheit hatte, nochmals einen Bausatz von Matchbox’ s He 115 zu kaufen, musste eine in Jugendjahren nicht ganz so perfekt gebaute He 115 ihre Schwimmer abgeben, die in den Hauptabmessungen weitgehende Übereinstimmung mit denen der He 119 hatte. Neben den Schwimmern galt es außerdem, Änderungen am Leitwerk durchzuführen und eine zusätzliche Finne unter dem Heck anzubringen.

 

The asssembly instruction contains  a scale drawing of the float-version of the He 119. Inspired by this sketch and an impressive picture in a book by Heinz Nowarra, "The German Air Armament from 1933 to 1945", I had the idea to build a unique model of this airplane. The only problem was where to get the floats. When I then had the chance to buy a kit of Matchbox 's He 115 again, my earlier, but not so perfect built He 115 had to spend here floats.   These floats nearly had to same shape as those of the drawing. Beside the floats I also had to change the tail fin and an additional small fin had to be mounted under the rear fuselage.

 


 

Der Rumpf:   The fuselage:
 

Neben der bereits oben genannten Quelle sind unter www.warbirdresourcegroup.com Detailzeichnungen zu finden, die die spezielle Rumpfgestaltung der V5 sehr gut erkennen lassen. Hier sind insgesamt 3 unterschiedlich große Fensteröffnungen im Rumpfsegment direkt über dem hinteren Teil des Tragflächenansatzes zu erkennen, die aus den Rumpfhälften des Bausatzes auszuschneiden waren. Auch ein Dachfenster in diesem Bereich ist einzubauen. Letzteres wurde aus klarsichtigem Kunststoff (altes Verpackungsmaterial) hergestellt, das erhitzt und über dem Rumpf halbrund gezogen wurde. Die anderen Fenster wurden aus klarsichtigem Klebestreifen angefertigt, der knapp am Fensterrahmen abgeschnitten wurde und deren Schnittkanten leicht verspachtelt und später verschliffen wurden, um das erhöhte Aufbringen auf der Rumpfaußenseite zu verdecken. Wie auf der Homepage von Airmodel dargestellt, wurden zuvor Rumpfverstärkungen angebracht und die Innengestaltung der Rumpfspitze vorgenommen.

Für den einsehbaren Raum im hinteren Rumpfabschnitt wurde eine Phantasieeinrichtung mit Sitzgelegenheit und Konsolen angefertigt, da ich keine Informationen darüber gefunden habe, wie dieser Bereich tatsächlich gestaltet war. Da ich von Anfang an beabsichtigt hatte, die Maschine in einem kleinen Wasser- Diorama darzustellen, habe ich noch eine Pilotenfigur eingefügt.

Damit konnten dann die beiden Rumpfhälften verklebt und verspachtelt werden. Nach dem anschließenden Feinschliff habe ich mit einer sehr scharfen Messerspitze gemäß den in den Zeichnungen erkennbaren Stoßkanten einige Gravuren angefertigt

 

In addition to the already note resource above, one can find detail drawings of the fuselage of the V-5 at www.warbirdresourcegroup.com  Here one can see 3 total different windows in the fuselage segment directly above the rear of the wings. These windows have to be cutted out from the fuselage halves of the kit. A skylight in this area has to be installed too. I built this window using a clear part from an old packaging plastic part which was heatened carefully and molded using the fuselage itself to get the correct shape. For the other windows I used a clear tape which I clued right on the window holes and I used putty to smooth it. As at Airmodel´s  homepage shown I previously reinforced the fuselage and I worked out the interior design of the fuselage.

For the visible space in the rear fuselage section I built a fantasy facility with seats and consoles, because never have found information about how this actually was designed. Since I intended to show this plane in a small water diorama display, I have added a pilot's figure.

After this work was done I clued the two fuselage halves together and I smoothened the surface with putty and sand it. I scribed some additional pannel lines with a very sharp knife tip based on the drawings I had.


 

Trag-,  Steuerflächen und Propeller:   Wings, tailfin and propellor:
 

Die zuvor aus dickem Plastiksheet (Reste eines anderen Airmodel-Bausatzes) hergestellte Finne und das Seitenruder konnten nun ebenfalls angeklebt, endgültig in Form geschliffen und graviert werden. Die Geometrie hierzu war aus der Baubeschreibung des Bausatzes zu entnehmen.

Um den Halt der Tragflächen nicht direkt über den Rumpf erreichen zu müssen, habe ich vorgesehen, die beiden Tragflächen über einen begradigten Gußast miteinander zu verbinden und damit in sich stabil aufzubauen. Dazu war es notwendig, die Anschlussflächen der Tragflächen zum Rumpf hin zu verschließen. Dadurch gewinnt das gesamte Tragflächenprofil an Stabilität und es bietet sich eine Möglichkeit zur Fixierung des Gußastes. Um die spätere Verklebung zum Rumpf auf einer möglichst großen Fläche vornehmen zu können, wurde das gleiche Tragflächenprofil auch beim Verschließen des Rumpfes verwendet. Eine Öffnung ermöglicht, den Gußast durch den Rumpf hindurchzuführen

Die Inneneinrichtung der Rumpfspitze war nun mit den beiden Klarsichtteilen des Bausatzes zu verkleben. Ich nutze zum Verkleben von Klarsichtteilen seit langem nur noch Methylahn Naht- und Reparaturkleber, der eigentlich für die Ausbesserung von gelösten Nahtstellen schwerer Textiltapeten dienen soll. Der Klebstoff greift die Klarsichtteile des Modells nicht an, gleicht kleine Spalte aus und ergibt nach dem Aushärten eine feste Verbindung. 

Der Kühler ist bei meinem Modell etwas dünnwandig geraten und wurde beim Schleifen zerstört. Deshalb habe ich einen neuen Kühler aus dem überflüssigen Plastikmaterial des Bausatzes angefertigt, was auch den Vorteil einer deutlich sichtbaren Materialdicke im Frontbereich des Kühlers mit sich bringt.

Der Spinner für den Propeller war auf dem Bogen des Bausatzes enthalten, lediglich die Propeller mussten nach der Geometrie der Bauanleitung aus dickem Plastikmaterial angefertigt werden. Die Achse für den Propeller wurde auf dem Abschlussstück des Cockpitbereichs angebracht, das ich ebenfalls aus überflüssigem Plastikmaterial geschnitten und auf die Stirnseite geklebt habe.

Antennenmast, Auspuffenden und Staurohr wurden aus Gußästen anderer Modelle gezogen bzw. gefeilt.

 

The previously fin made of thick plastic sheet (remains of another Airmodel-kit)now was ready to be clued to the fuselage and got its correct shape and panel lines had been scribed. The geometry of the fin became similar to the assembly instruction of the kit.

I connected both wings through the fuselage together to make it more stable. Therefore it was necessary to close the wingroots on the fuselage with a plastic sheet. This gives the entire wing profile stability and offers an opportunity to hold the piece of sprue I have used.

The cockpit interior was now built together which the two parts of the canopy. I am currently been use a special Methylahn clue which originaly is used to repair heavy wallpaper seams. The clue doesn´t destroy the clear parts of the model,smoothes small gaps and is hard enough after driying.

The radiator on the top fuselage is a little bit to thin and I destroyed when sanding. I rebuilt one using plastic sheet from the kit itself.

The spinner for the propeller is included with the kit. The propellor plades instead had to be built by myself based on the drawings of the assembly insruction. Then I constructed a connection between propellor and canopy.

The mast of the antenna, exhaust pipes pitot pie had been tooken from other kits or scratchbuilt.


 

Die Schwimmer:   The floats:
 

Wie bereits erwähnt, musste eine alte He 115 von Matchbox ihre Schwimmer für das Projekt opfern. Das Profil der Schwimmer der He 119 lässt sich gut aus der Bauanleitung des Bausatzes erkennen und stimmt mit dem der He 115 weitgehend überein. Lediglich die Finne der He 115 war zu entfernen und stattdessen mussten die Ruder der He 119 angebracht werden. Da die Matchbox- Schwimmer außerdem keine Gravuren enthielten, habe ich wie oben beschrieben die wesentlichen Gravurlinien angebracht.

Die Streben zwischen Schwimmern und Tragflächen mussten ebenfalls neu angefertigt werden, die Geometrie dazu war jedoch aus der maßstäblichen Bauanleitung von Airmodel einfach abzugreifen. Auch hierzu habe ich 1,5- 2 mm dicke Plastikstreifen verwendet, die als Abfall aus einem anderen Bausatz übriggeblieben sind. Das Cockpit der Maschine wurde über Leitern erreicht, die an Schwimmern und Rumpf verankert waren. Diese Leitern stammen in meinem Modell ebenfalls vom alten Matchbox- Bausatz.

 

 

As already mentioned above the floats of the He 119 was taken from an old Matchbox kit I had in my stock. The profile of the floats nearly is the same as of the Matchbox He 115. I only cut of the rudder and made a new one based on the drawings for the He 119. Also Here I scribed new panel lines as there where none of the He 115 kit.

The Struts between fuselage/wings and floats had been scrachbuilt out of 1,5 - 2,0 mmm plastik cards from other kits. Originaly one could reach the cockpit by a ladder, which is perfectly the same as the one which is offered by the matchbox He 115 kit.


 

Zusammenbau, Bemalung under Decals:   Final assembly, paintjob and decals:
 

Die Einzelkomponenten waren nun miteinander zu verkleben, Anschlussstellen zu verspachteln und zu verschleifen. Anschließend habe ich die wesentlichen Gravurlinien nachgearbeitet, was dem Modell später mehr Realitätsnähe verleiht.  

Das gesamte Modell wurde mit einer Mischung von 50% Steingrau (Revell Nr. 75) und 50% Weiß (Revell Nr. 5) lackiert, was nach meinem Empfinden eine gute Farbe für RLM 02 ergibt. Den Propeller habe ich mit Aluminiumfarbe und den Spinner mit Chromsilber von Modelmaster lackiert, Das damalige Hoheitszeichen aus rotem Band mit weißem Kreis hat sich nach der Darstellung auf der Homepage von Airmodel nur auf etwa 2/3 der Seitenruderlänge erstreckt.   

Die Gravurlinien wurde nach dem Abtrocknen der Farben mit einem weichen Bleistift von 0,5 mm Dicke nachgezogen und der Scheinwerfer in der linken Tragfläche wurde anschließend mit Farbe nachgebildet, weil mir das im Maßstab 1/72 realistischer erscheint als die übliche Darstellung mit durchsichtigem Kunststoff 

Die Decals habe ich selbst angefertigt. Hierzu verwende ich Experts-Choice Decal Film von Air-Color-Technik, die in klar und weiß und sowohl für Laserjet- als auch für Inkjet- Drucker erhältlich sind. Für die Schriftzüge der damaligen Flugzeuge erscheint mir „Arial Fett“ als geeignetste Schriftart. Nach dem Drucken auf den Decal- Film und dünnem Übersprühen mit Klarlack entstehen sehr gute Abziehbilder.

 

The individual components were now glued to each other, sealed with putty and sanded. I then scribed the rest of the main panel lines, what let look it more realistic at the end.

The entire model was painted with a mixture of 50% of grey (Revell No. 75) and 50% white (Revell No. 5), what is good color for RLM 02 in my opinion. The propeller was painted with aluminum and silver with a chrome spinner using Model Master colours. The fin badge of a red tape with a white circle was painted, following the image on the homepage of Airmodel only to about 2/3 of the rudder longitude.

After drying of the colors I marked the panel lines with a soft pencil thickness of 0.5 mm. The headlamp in the left wing was then painted with normal paint because I think that it is more realistic 1/72 scale than the usual transparent plastic.

The decals had been produced by myself. I used Experts choice Decal film of Air-Color technology, in clear and white which are available for Laserjet as well as for inkjet printers. For the Letters I used "Arial Bold" as a appropriate font. After printing on the decal I sealed it with a thin film clear lacquer.


 

Das Diorama:   The diorama:
 

Das Modell wirkt natürlich in einem Wasser- Diorama wesentlich realistischer. Ich habe hierzu eine „Anleihe“ bei den Kollegen vom Schiffbau genommen, die mit einfachen Mitteln überraschend gute Ergebnisse erzielen.

 Benötigt werden hierzu lediglich eine Styroporplatte, ca. 20-30 mm dick, grüne, blaue, schwarze und weiße Plaka- Farben sowie transparente Silikon-Fugenmasse. Die Umrisse der Schwimmer werden auf die Styroporplatte übertragen und die Vertiefungen zum späteren Einsetzen mit einem scharfen Modellbaumesser ausgeschnitten. Die gesamte Fläche wird anschließend mit einer Mischung aus den oben genannten Farben gestrichen, was einen grüngrauen Effekt ergibt. Die Bugwellen der Schwimmer und deren Spur wurden mit weißer Farbe in die noch feuchte grüngraue Oberfläche eingearbeitet.

 Anschließend wird die gesamte Fläche mit einen ca. 2mm hohen Überzug aus transparenter Silikonmasse überzogen und mit einem großflächigen Spachtel die Wellenstruktur herausgearbeitet. Für die Bugwellen vor den Schwimmern wurde mehr Silikonmasse angehäuft und mit einem Zahnstocher die Form der Gischt gezogen.

Nach 2- 3 Stunden ist die Masse ausreichend ausgehärtet und das Modell kann eingepasst werden.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass mit einigem, aber nicht unüberwindbarem Aufwand ein beachtenswertes historisches Flugzeug abgebildet wurde, das etwas aus dem Rahmen der üblichen Modelle herausfällt und ein weniger bekanntes Kapitel Luftfahrtgeschichte dokumentiert. 

Hier nun noch einige Bilder des fertigen Dioramas

 

The model of course looks much more natural in a Water-Diorama. Therefore I used a technique which ship-modelers using maing water very realistic. These technique is very simple but provides a nice result.

One only needs a Styrofoam plate, about 20-30 mm thick, green, blue, black and white plaka-colors and transparent silicone from a diy. The outlines of the swimmers have to be copied  on the Styrofoam plate and cut out so they can be fit later in it. The entire surface had then been painted with the mixture of the above colours, which becomes then a green-grey effect. Arround the floats the surface had been painted white while base colour still was wet.

After this procedure the entire surface was coated with a about 2mm transparent silicone mass with a large spatula. A little bit more for the bow wave of the floats. With a toothpick I sculptured a little bit foam.

After 2 to 3 hours the silicone sufficiently hardened and the model had been fitted.

In summary one can say that with some effort I was enabled to built a historic aircraft that one can not see very often and that shows a less known chapter in aviation history.

Here are some pictures of the finished diorama.


 

  Das fertige Modell     The finished kit

 

 published: 08.07.08